Stellen Sie sich vor, Sie melden sich auf Ihrem Laptop an, um an einem wichtigen Dokument zu arbeiten oder sich alte Familienfotos anzuschauen, und müssen dann feststellen, dass die Ordner, auf die Sie zugreifen wollen, gesperrt ist. Sollte der Grund dafür sein, dass Sie einer Ransomware-Attacke zum Opfer gefallen sind, dann würde sich zu diesem Zeitpunkt normalerweise entweder ein Popup-Fenster oder Sperrbildschirm öffnen, welche Sie zur Zahlung auffordert, um wieder Zugriff auf Ihre wertvollen Dateien zu erhalten.

 

Was ist Ransomware?

Ransomware (zu deutsch Lösegeld-Software) ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine Art von Malware (oder Virus), die eingesetzt wird, um von Computeranwendern eine Art Lösegeld für den Zugriff auf ihre Dateien zu fordern. Ransomware wird normalerweise mittels eines, als E-Mail-Anhang oder Link getarnten, trojanischen Virus auf dem Computer eines Anwenders installiert.

Ransomware kann Ihren Computer sperren, Ihre Daten verschlüsseln oder peinliche Inhalte zu Ihrem System hinzufügen, um Sie daran zu hindern, Ihren Computer richtig nutzen zu können – es sei denn, Sie zahlen.

 

3 Dinge, die Sie über Ransomware wissen sollten

Ransomware tritt laut FBI immer häufiger auf.  Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Computer damit infiziert wird, steigt zunehmend. Diese neue Form der online Kriminalität, die ihre Anfänge in Russland fand, ist mittlerweile zu einer derart ernsten Bedrohung geworden, dass das FBI bereits eine öffentliche Warnung herausgegeben hat.

  1. Man kann sich leicht infizieren. Aber wie leicht? Ihr Computer kann infiziert werden, indem Sie auf ein infiziertes Popup-Fenster klicken, versehentlich auf einer infizierten Webseite landen oder einfach einen infizierten E-Mail-Anhang öffnen.
  2. Sie merken vielleicht gar nicht, dass Sie erpresst werden. Manchmal wird den Opfern vorgegaukelt, die Polizei oder das FBI würde gegen sie ermitteln. Denken Sie daran, wenn Sie mal eine Nachricht mit der Aufforderung zu einer Bußgeldzahlung für das Herunterladen unlizenzierter Software oder illegaler Inhalte auf Ihren Computer erhalten sollten. 

 

Wie man Ransomware entfernt

Die harten Fakten vorab: Malware daran zu hindern, überhaupt auf Ihren Computer zu gelangen, ist ein wesentlich leichteres Unterfangen als Malware zu entfernen.

Falls Sie eine weniger hartnäckige Form von Ransomware erwischt hat, – kommerzielle Tools wie beispielsweise Malwarebytes oder sogar einige der integrierten Windows Tools – genügt es meistens, das Problem einfach zu entfernen, um wieder auf Ihre Dateien zugreifen zu können.

Darüber hinaus bieten Firmen wie BitdefenderTrend Micro und Kaspersky Tools zum Entfernen von Ransomware; diese Tools sind gegen bestimmte Arten von Ransomware bis zu einem gewissen Grad weitgehend wirksam.

Außerdem bieten manche Firmen als Dienstleistung eine direkte Verhandlung mit den kriminellen Hackern hinter den Attacken an, indem sie mittels Verhandlungsgesprächen und Gegenhackerattacken versuchen, eine Kompromisslösung mit den Hackern zu erzielen.

Eine garantierte Methode, Ihre Dateien nach einer Ransomattacke zurückzubekommen, gibt es jedoch nicht, – es sei denn Sie bezahlen die Hacker. Doch selbst dann, ist es nicht gerade angenehm, bei rücksichtslosen Kriminellen bekannt dafür zu sein, erpressbar zu sein und gezahlt zu haben.

Für den direkten Download kostenloser Ransomeware-Entschlüsselungstools, lesen Sie bitte Nie wieder Ransoms.

 

Wie man Ransomware abwehrt

Wie gesagt, ist das Entfernen von Ransomware ein wirres Chaos, das nur manchmal effektiv ist. Das heißt aber nicht, dass Sie nichts dagegen tun können. Falls Sie die Bedrohung von Ransomware beunruhigt, können Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Risiko einer Infektion zu verringern.

Nutzen Sie nur empfohlene Virus-Software. Das ist die beste Methode, um dafür zu sorgen, dass Ihr Computersystem gar nicht erst infiziert wird. Wählen Sie nur Sicherheitslösungen, die gut bewertet wurden und von unabhängigen Testern gute Note für das Aufspüren von bekannten und unbekannten schädlichen Programmen erhalten haben.

Sichern Sie alle Ihre Dateien. Wenn Sie Ihre Dateien vollständig und idealerweise sogar mehrfach gesichert haben, dann entziehen Sie den Hackern damit die Macht, die sie über sie haben könnten. Keine andere Methode ist derart bombensicher. Viele der von uns empfohlenen Virus-Produkte haben hervorragende Sicherungstools, – werfen Sie doch mal einen Blick darauf.

Achten Sie auf die Dateiendung. Wenn Sie Dateiendungen wie ‘.exe’, ‘.vbs’ odr ‘.scr’ sehen, sollten Sie sich in Acht nehmen, vor allem dann, wenn die Datei eigentlich ein Dokument oder Bild sein sollte. Um einen Überblick über alle Dateiendungen zu bekommen, aktivieren Sie in den Windows-Einstellungen die Option ‘Dateiendungen anzeigen’.

Bleiben Sie misstrauisch. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, erstmal kurz innezuhalten, bevor Sie auf einen Link oder einen E-Mail-Anhang klicken. Allzu leicht neigt man dazu, zu klicken bevor man nachdenkt, insbesondere, wenn Sie sich in Sicherheit wähnen. Bitte denken Sie aber auch daran, dass selbst ein Link, den Ihnen ein Freund geschickt hat, bereits infiziert sein könnte.

Jamie Singh
Jamie hat einen erfolgreichen Weg als Software Entwickler, mit 8 Jahren an Erfahrung in diesem Bereich, hinter sich. Er ist ein Meister auf seinem Bereich, und spezialisierte sich auf die Entwicklung von Software Bestandteile und dem Verbessern der Malware Erkennung.
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