Wer hat nicht schon mindestens einmal im Leben einen USB-Stick verwendet? Der USB-Stick ist der ultimative Datenträger: klein, billig, bequem und für die meisten Zwecke mit ausreichend Speicherplatz ausgestattet.

Obwohl der ebenfalls billige, häufig sogar kostenlose, online Speicherplatz  dem USB-Stick seinen Rang abzulaufen versucht, werden jährlich nach wie vor Millionen von USB Sticks produziert und verkauft. Grund dafür ist, dass seine physische Beschaffenheit einem das Gefühl gibt, er sei sicherer als die angreifbaren, hackbaren online Speicherplätze. Aber stimmt das auch? Ja und nein.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen sowohl die Risiken, die mit der Nutzung von USB-Sticks einhergehen, als auch wie Sie diese Gefahren ausschalten können, um Ihren USB-Speicherstick weiterhin ganz ohne Risiko nutzen zu können.

Warum der USB-Stick anfällig für Viren ist

Der USB-Stick ist salopp ausgedrückt kein sonderlich monogames Gerät. Wenn Sie einen USB-Stick verwenden, um Dateien von einem Computer auf einen anderen zu übertragen, ist die Monogamie damit schon vom Tisch.

Tatsächlich kann der USB-Stick mit vielen verschiedenen Computern in Kontakt kommen und genauso wie bei Menschen, können sich auch USB-Sticks Infektionen einfangen und einen anderen PC, wie beispielsweise den Ihrigen, anstecken. Es sei denn, Sie schützen Ihren PC!

Die wenigsten Menschen sehen den USB-Stick als potentielles Sicherheitsrisiko. Deshalb erfahren Sie bei uns, welchen potentiellen Gefahren Sie sich aussetzen und wie Sie ungewollte Konsequenzen vermeiden.

USB Sicherheitsmaßnahmen

Es ist wirklich so bequem mit einem USB-Stick zu arbeiten, dass man darüber schnell die damit verbundenen Risiken vergisst. Überlegen Sie mal, – wenn es so leicht ist via USB-Speicher Daten zu transferieren, dann sollte es theoretisch bestimmt genauso leicht sein, einen Virus zu übertragen.

Und das wollen wir natürlich nicht! Um es einem Virus so schwer wie möglich zu machen, sich via USB-Stick seinen Weg auf Ihren Computer zu bahnen, sollten Sie sich an bestimmte Sicherheitsmaßnahmen halten, die verhindern werden, dass ein Speicherstick einen Virus auf Ihren PC lädt, sobald Sie diesen anschließen. Aber wie geht das?

Wie Sie verhindern, dass Ihr Computer durch einen USB-Stick infiziert wird

Zunächst sollten Sie als Sicherheitsmaßnahme grundsätzlich Ihren USB Speicherstick niemals über Autostart oder Mein Computer starten.

  • Autostart deaktivieren. Viren verstecken sich oftmals in der autorun.inf –Datei eines USB-Speichers, was so viel heißt, als dass der Virus automatisch auf den angeschlossenen PC hochgeladen wird, sobald der Speicherstick in den USB-Anschluss des PCs gesteckt wird. Wenn Sie die Autostart-Funktion deaktivieren, verhindern Sie, dass der Virus automatisch auf Ihren PC gelangt. Mit dem Deaktivieren der Autostart-Funktion wird jedoch der Virus nicht aufgespürt und daher müssen Sie die Virus-Datei(en) eigenständig ausfindig machen und löschen.
  • Öffnen Sie Ihren USB-Speicher mit einem Klick auf die rechte Maustaste und klicken Sie dann auf Durchsuchen oder geben Sie in die Windows-Adressleiste direkt den Buchstaben des USB-Sticks ein, um so zu verhindern, dass ein Skript automatisch ausgeführt wird.

Wie Sie verhindern, dass Ihr USB-Speicherstick von einem Computer infiziert wird

Natürlich sind auch auf der anderen Seite des Spektrums Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Genauso wie Sie nicht wollen, dass Ihr PC durch einen USB Virus infiziert wird, wollen Sie bestimmt auch nicht, dass Ihre USB-Speicher oder sonstigen externen Geräte sich einen fiesen Virus von einem anderen ungeschützten PC einfangen.

  • Aktivieren Sie den Schreibschutz Ihres USB-Speichersticks. Der Schreibschutzmodus hindert jedes Programm, einschließlich Viren auf Ihrem PC daran, Ihren externen Speicher zu beschreiben. Der Speicher ist dann nur im Lesemodus verfügbar und somit genau das Richtige, um Inhalte zu blockieren. Wenn Sie andererseits jedoch etwas auf Ihren Speicher schreiben/speichern möchten, dann ist dies im Schreibschutz nicht möglich. Achten Sie also genau darauf, was Sie tun, damit Ihnen keine Fehler unterlaufen!
  • Alternativ gibt es online kostenlose Tools, die Ihrem externen Speicher einen Schreibschutz bieten, falls Ihr USB-Speicher nicht über eine solche Schreibschutz-Option verfügen sollte. Schreibschutz-Tools sind einfach in der Anwendung und mit nur wenigen Klicks installiert. Definitiv zu empfehlen, wenn Ihnen die Sicherheit Ihres USB-Sticks wichtig ist!

Der häufigste USB Virus: der Verknüpfungs-Virus

Ein sehr bekannter USB Virus ist der sogenannte Verknüpfungs-Virus, den man sehr leicht selbst erkennen kann.  Wenn Sie Ihren USB-Stick in Ihren Computer stecken und feststellen, dass seine Inhalte fehlen und stattdessen Verknüpfungen vorfinden, können Sie davon ausgehen, dass Ihr USB-Speicher mit einem Virus infiziert ist – sehr wahrscheinlich mit einem USB-Verküpfungs-Virus.

Dieser Virus manipuliert den Inhalt auf Ihrem Stick, löscht jedoch nicht wirklich die Dateien. Es ist ein typischer Trojaner-Virus, der jede Datei auf Ihrem externen Speicher zusammenlegt und sie dann in einem versteckten Ordner ablegt. Danach ersetzt er auf Ihrem USB-Speicher jede Ihrer ursprünglichen Dateien mit einer shortcut.exe Verknüpfungsdatei.

Ihre ursprünglichen Dateien sind versteckt und mit den Verknüpfungen ersetzt. Wenn Sie Ihre Dateien sehen möchten, bleibt Ihnen einzig und allein die Option, auf den Verknüpfungs-Link zu klicken. Doch ab dann fängt der Ärger erst an: sobald Sie auf eine der ausführbaren Verknüpfungs-Dateien klicken, installiert der Virus sein schädliches Programm. In solch einem Fall ist es äußerst wichtig, sowohl seine Dateien wiederherzustellen, als auch den Virus wieder loszuwerden.

Mein PC ist infiziert. Wie entferne ich einen USB Virus?

Die guten Nachrichten sind: Sie können Ihre Daten retten und die Virusinfektion von Ihrem Speicher und Computer mit wenigen Befehlen und mit Hilfe ein paar kostenloser Tools entfernen.

Wie Sie das am Besten anstellen, erfahren Sie in folgenden zwei Artikeln, die Ihnen dabei helfen werden, all Ihre Probleme mit USB-Viren zu lösen und den USB Virus wieder zu entfernen:

Techchore – Wie man Verknüpfungs-Viren dauerhaft entfernt
Wikihow – Wie man Verknüpfungs-Viren auf Windows entfernt

Schützen Sie Ihren PC und Ihre externen Geräte & verhindern Sie Infektionen

Natürlich können Sie dem Infektionsrisiko entgegenwirken, wenn Sie rechtzeitig die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen. Befolgen Sie am besten unsere Tipps, die Ihnen dabei helfen werden, Ihren PC und Ihre externen Geräte vor potentiellen Schäden zu schützen.
Den besten Ratschlag, den wir Ihnen geben können, ist ganz einfach: verwenden Sie einen speziellen USB-Virus-Scanner oder gehen Sie sicher, dass Ihre Anti-Virus-Software die Option zur Überprüfung externer Geräte beinhaltet.

Alle Top Anti-Virus Software -Produkte bieten Softwarelösungen dafür an, so dass Sie sich darunter einfach das Produkt aussuchen können, das Ihnen am meisten zusagt.

Der McAfee VirusScan USB gilt beispielsweise als einer der derzeit besten Produkte auf dem Markt. Dieser spezielle USB-Anti-Virus-Scanner ist voll automatisiert und aktualisiert sich jeden Tag automatisch; er läuft ruhig im Hintergrund und beeinträchtigt Sie nicht bei der Nutzung Ihres Computers.  McAfees Konkurrenz bietet vergleichbare Lösungen an.

Treffen Sie Ihre Wahl, suchen Sie sich den Anbieter aus, der Ihnen am meisten entspricht und schützen Sie so stets Ihren PC, Ihre wichtigen Dateien und Inhalte auf Ihren externen USB-Speichersticks!

Clara Meyer
Clara ist einer der kreativsten Personen die wir kennen, und schafft es ihren Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Die ist damit beschäftigt Daten zu analysieren, nicht nur die in der Arbeit sondern auch die Noten ihrer Kinder. Laurie schaffte es ein Team von Spezialisten zu führen.
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